Presseerklärung der „Deutsch-Ausländische Gesellschaft Alzenau“ vom 14.09.2017

Mit Enttäuschung reagierte die Deutsch-Ausländische Gesellschaft Alzenau auf die Tatsache, dass ihr Antrag, aktuell keine Abschiebungen nach Afghanistan durchzuführen, nicht im Stadtrat behandelt wurde. Anfang Juni hatte die DAGA unter anderem gefordert:

  • … Der Stadtrat spricht sich gegen Abschiebungen nach Afghanistan aus. …
  • Die Stadt Alzenau fordert die Regierung von Unterfranken, den Freistaat Bayern und die Bundesregierung auf, keine Abschiebungen in das Bürgerkriegsland Afghanistan durchzuführen.
  • Die Stadt Alzenau setzt sich dafür ein, dass die Geflüchteten aus Afghanistan Zugang zu Integrationsleistungen, zu Sprachkursen, Ausbildung und Arbeit auch während des laufenden Asylverfahrens erhalten.  Die Stadt Alzenau setzt sich für eine konsequente Umsetzung der „3 plus 2“-Regelung aus dem Bundesintegrationsgesetz auch in Bayern ein, die Geflüchteten in Ausbildung und Arbeitgebern mehr Rechtssicherheit bietet.

In einem Schreiben dazu führte der Erste Bürgermeister dazu unter anderem aus, dass die Stadt für „die beantragten Maßnahmen  nicht zuständig“ sei. Zuständige Behörde sei das Bundesamt für Migration  und Flüchtlinge. Überzeugend findet das die DAGA nicht, da auch eine politische Einschätzung der Abschiebungen aktuell zur Diskussion stand. Überzeugender verhielt sich der Aschaffenburger Stadtrat Anfang Juli dieses Jahres: Mit breiter Mehrheit hat sich der Aschaffenburger Stadtrat damals gegen Abschiebungen von Asylsuchenden nach Afghanistan ausgesprochen: SPD, Grüne, UBV, KI und ÖDP stellten sich geschlossen hinter den Antrag, den sie gemeinsam gestellt hatten. Auch die FDP schloss sich ihnen an.

Man sollte als Stadtparlament einer Stadt, in der aktuell über 40 Personen aus Afghanistan theoretisch abgeschoben werden können, eine Meinung dazu haben, ob dieses Land tatsächlich, wie behauptet, in Teilen ein sicheres Herkunftsland ist. Die dauernden Terroranschläge, bei denen auch ein kürzlich „zurück geführter“ Flüchtling verletzt wurde, zeigen ganz klar: Afghanistan ist nicht sicher. Die Zahl von in Afghanistan getöteten Menschen stieg 2016 auf einen neuen Höchststand von 11.418 Menschen, darunter 3.512 Kinder.

Die nächste Vorstandssitzung der DAGA findet am Mittwoch, dem 22. November, um 20 Uhr in der„Forelle“ statt.

Christian Schauer (Vorsitzender der Deutsch-Ausländischen Gesellschaft Alzenau)

Syrische Köstlichkeiten für den Benefizabend in der Steinmetzschule

Am Donnerstag, den 12.11.2015 fand in der Steinmetzschule Aschaffenburg ein Benefizabend für die Syrien-Flüchtlingshilfe von UNICEF statt.
In der Schulküche der Ruth-Weiss-Realschule stellte der ausgebildete syrische Konditor Firas Dike mit Hilfe seines Freundes Yakoub Barkouly leckere süße und herzhafte Köstlichkeiten aus seinem Heimatland her.
Diese wurden den ca. 100 Gästen an diesem Abend in Buffetform präsentiert und sorgten für das leibliche Wohl.
Ein herzlicher Dank geht an Anni Kropf, Lehrerin der Realschule, für ihre tolle Unterstützung!
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Sommerfest in der Gemeinschaftsunterkunft am 19. September 2015

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Sommerfest_GU_2015_3Bei dem Sommerfest in der Gemeinschaftsunterkunft in Aschaffenburg feierten fast 5oo Menschen, welche aus Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft, Helfern und geladenen Gästen bestanden. Der Initiativkreis wurde bei der Planung und Durchführung von der Caritas, sowie den Projekten „FAiA“, „Mobile Jugendarbeit“ des Jukuz Aschaffenburg, die Grüne Jugend, den Pfadfinderinnen des PSG Stamm, Schülern und Lehrern des Dalberg Gymnasiums und den Schülern und Lehrern der FOS/BOS Aschaffenburg und Frau Zinngraf kräftig unterstützt. So konnte ein buntes Programm, bei dem getanzt, musiziert, gespielt und vor allem auch miteinander gesprochen wurde, entstehen.
Zusätzlich zu den Leckereien vom Grill, gab es ein delikates internationales Buffet, zubereitet von der Frauenkochgruppe der Unterkunft.
Bis auf ein bis zwei kurze Regenschauer, konnte das Fest vollends genossen werden und allen wurde bei aufklarendem Himmel ein sehr schöner Samstag bereitet. Durch das miteinander konnten weitere Kontakte geknüpft und Gespräche vertieft werden.
Ein besonderer Dank gebührt Véronique Ségoin, die mit großem Einsatz die Führung der Planungsarbeiten übernahm.
Ebenso danken die Veranstalter den großartigen Spendern wie der Firma Elektro Aulbach, Firma 004 GmbH, dem Stern e.V., dem Lions Club Aschaffenburg Pompejanum und dem Hannebambel, die ein solches Fest erst überhaupt möglich machen.

Podiumsdiskussion in Brücken

Am Freitag, den 23.01.2015 fand in Brücken eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Flüchtlinge/Asyl“ statt.
Auf dem Podiums saßen der Bürgermeister von Mömbris, der über die Aufnahme von 10 Flüchtlingen in Mensengesäß informierte, sowie der Landtagsabgeordnete Dr. Hans Jürgen Fahn, der Informationen zur aktuellen Landespolitik gab, Christian Schauer (DAGA), der über die ehrenamtliche Betreuung der Flüchtlinge in Alzenau berichtete und Esther Seibert, die den Initiativkreis „Menschenwürde für Flüchtlinge Aschaffenburg“ vorstellte.Podiumsdiskussion_Asyl_Brücken_23_01_2015 022_1 Podiumsdiskussion_Asyl_Brücken_23_01_2015 023_1

Der Initiativkreis erhält den 1. Aschaffenbuger Integrationspreis

Die Stadt Aschaffenburg hat den Integrationspreis diese Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben. Der Preis ist Bestandteil des Aschaffenburger Integrationsleitbildes und prämiert Projekte, die sich um die Integration und Gleichberechtigung aller Aschaffenburgerinnen und Aschaffenburger gleich welcher Herkunft, Sprache, kultureller Prägung oder Lebensweise bemühen. Neben dem Initiativkreis Menschenwürde für Flüchtlinge in Aschaffenburg wurden zwei weitere Integrationsprojekte ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 2. Oktober beim Festakt zur Interkulturellen Woche statt.

Sachspendensammlung für den Schulanfang

SachspendenAm Montag, 29.07., übergab der Initiativkreis eine Sachspendensammlung, bestehend aus   Dutzenden Schulranzen, Sporttaschen, Rucksäcken und Schuhen an die Hausaufgabenbetreuung der Gemeinschaftsunterkunft zur weiteren Verteilung an die Kindergarten- und Schulkinder. Die Sammlung wurde initiiert durch den Initiativkreis auf Bitten der Hausaufgabenbetreuung der Gemeinschaftsunterkunft. Die Schulleitung der Realschule in Bessenbach unterstützte die Aktion und die KlassenlehrerInnen koordinierten die Sammlung mit den Eltern und Schülern. Das Ergebnis war so umfangreich, so dass die Schulleitung einen Anhänger organisieren musste und die Sachspenden persönlich nach Aschaffenburg brachte.

Auch in der Aschaffenburger Kolping- und Grünewaldschule wurde zeitgleich eine Sachspenden-Aktion gestartet, die nun ebenfalls sehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Auch diese Sachspenden wurden an die Familien in der Gemeinschaftsunterkunft übergeben.

Ein herzliches Dankeschön an alle SpenderInnen und HelferInnen!

 

Initiativkreis Menschenwürde auf dem Brüderschaftsfest der Völker am missio-Truck

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Am 20.07.2013 stellt der Initiativkreis Menschenwürde für Flüchtlinge Aschaffenburg auf dem Brüderschaftsfest der Völker seine Arbeit vor. In der Zeit von 14 bis 20 Uhr stehen ehrenamtliche Mitglieder am missio-Truck für Fragen zur Verfügung. 

Worum geht es beim missio-Truck? Millionen Menschen fliehen weltweit vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger. Dennoch ist das Schicksal der Mehrheit von Flüchtlingen weit entfernt vom Alltag der meisten Menschen in Deutschland. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo sollen die BesucherInnen durch die multimediale Ausstellung im missio-Truck für die Ausnahmesituation Flucht sensibilisiert werden. Beispielhaft werden Handlungsmöglichkeiten kirchlicher Partner in den betroffenen Regionen dargestellt: Soforthilfe, Empowerment, Traumaarbeit und Eingliederung in die Gesellschaft. Dabei steht die Lebensleistung von Flüchtlingen, auch in widrigen Lebensumständen Würde zu bewahren, zu lernen und die eigene Entwicklung in die Hand zu nehmen, im Mittelpunkt. Auch die Situation von Flüchtlingen in Deutschland wird thematisiert und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.